
Pflanzenheilkunde
„Einem jeglichen Land wächst seine Krankheit selbst, aber auch seine Arznei!“
„Gott hat für jede Krankheit eine Pflanze wachsen lassen. Sehet Euch um in der Natur und schöpft aus der Apotheke Gottes.“
Paracelsus
Die Pflanzenheilkunde hat eine lange Tradition, wie die Zitate von Paracelsus wiederspiegeln (Paracelsus, gebürtiger Name Theophrastus Bombast von Hohenheim, 1493 – 1541.) Zahlreiche Pflanzennamen verraten uns viel über ihre Einsatzgebiete, wie Augentrost, Lungenkraut, Frauenmantel oder Leberdistel.
Auch im Tierreich ist die Selbstbehandlung weit verbreitet. 2024 erreichte das Orang Utan Männchen Rakus in Sumatra große Bekanntheit. Er versorgte eine Kampfverletzung über mehrere Tage mit der Liane Akar Kuning, trug den Brei der zerquetschen Blätter auf, ruhte sich stärker als gewöhnlich aus und verband seine Wunde schließelich mit eine Art Lianenverband. Die Schafgarbe ist danach benannt, weil Schafe sie verstärkt nutzen. Sie wälzen sich darin bei Wunden und fressen sie bei Verdauungsproblemen. Schafe haben vor allem die feingegliederten weichen Blätter „zum Fressen gern“. Sie meiden jedoch die harten, zähen Blütenstängel. Wenn auf einer Freifläche also die völlig blattlosen kahlen Blütenstängel der Garbe herumstehen, weist das auf das Werk von Schafen hin. Biber fressen vermehrt Weidenrinde im Winter und lagern Inhaltsstoffe in ihre Fettgewebe ein. Bekanntester Wirkstoff ist hier die Salicylsäure, die Vorlage für das Präparat Aspirin (c).
Der Blick auf die Pflanzenheilkunde enthält naturheilkundliche Sichtweisen, die schulmedizinisch nicht unbedingt anerkannt sind.

Traditionelle Pflanzenheilkunde
Die traditionelle Pflanzenheilkunde umfasst Zubereitungen wie Tee, Ölauszüge, Salben, Tinkturen, Sirups, Wickel und Auflagen, Dampfbäder und Inhalationen, und und und... Dieses alte, überlieferte Wissen ist auch heute noch eine Schatzkiste für unsere Gesundheit, und keineswegs altes Omawissen. Es verzahnt die Ebenen Körper, Geist und Seele. So kann Teetrinken eine bewusste Auszeit im Alltag sein; ein Leberwickel ein abendliches Ritual vor dem Zubettgehen.

Spagyrik
Die Spagyrik kommt aus der Alchemie. Spagyrik setzt sich aus griechisch "spao" für trennen und griechisch "ageiro" für vereinigen zusammen. Nach diesem Prinzip werden spagyrische Essenzen - meist Mischungen aus verschiedenen Pflanzen und Mineralien - hergestellt. Die Pflanze wird zerlegt und schließlich wieder zusammengefügt. Ich arbeite mit der Merkur-Apotheke in der Lützener-Straße und dem sächsichen Hersteller Phylak zusammen, sodass ich für Sie eine individuelle, auf Körper, Geist und Seele abgestimmte Mischung zusammenstellen kann.
Spagyrische Zubereitungen werden in der Regel in Form von Mundsprays eingesetzt.

Gemmomazerate
Bei Gemmomazeraten handelt es sich um Auszüge von Pflanzenknospen, die embryonales Gewebe enthalten und so ganz viele wertvolle Inhaltsstoffe. Bekannte Gemmomazerate sind Ribes nigrum (Knospen der schwarzen Johannisbeere), Rosa canina (Knospen der Heckenrose), Tilia tomentosa (Knospen der Silbrerlinde) sowie Rubus idaeus (Knospen der Himbeere). Die Einsatzmöglichkeiten unterscheiden sich bei Knospenpräparaten von der klasssichen Pflanzenheilkunde.
Auch Gemmomazerate werden in der Regel in Form von Mundspray eingesetzt.
